Häufige Fragen zu RLS

Häufige Fragen zum Restless Legs Syndrom, die vielleicht auch Sie beschäftigen

An welchen Arzt wende ich mich als RLS-Patient?

RLS ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen und wird somit auch von Neurologen behandelt. Allerdings ist oft der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Kennt dieser sich mit dem Krankheitsbild aus, kann auch er die Diagnose stellen und eine Therapie beginnen. In unklaren Verdachtsfällen auf ein Restless Legs Syndrom wird Ihr Hausarzt Sie an einen Neurologen überweisen.

Eine Auswahl an RLS-Zentren haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Können auch Kinder vom RLS betroffen sein?

Ja. RLS kann in jedem Alter auftreten, auch bei Kindern. Allerdings werden die Symptome bei Kindern häufig als Wachstumsschmerzen oder als Anzeichen einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADHS) fehlinterpretiert.

Ist RLS vererbbar?

Ja. Bei über 50 Prozent der Betroffenen mit primärem RLS liegt ein genetisch bedingtes (vererbtes) RLS vor. Daher fragen Ärzte bei der Diagnosestellung, ob ähnliche Symptome bereits bei den Eltern oder Großeltern aufgetreten sind.

Was ist die Ursache des RLS?

Beim primären Restless-Legs-Syndrom sind die Ursachen nicht vollkommen bekannt. Experten vermuten, dass die Krankheitsursache im zentralen Nervensystem liegt (ZNS).

Beim sekundären RLS ist eine andere Erkrankung oder Arzneimittelnebenwirkung der Auslöser der unruhigen Beine. Eisenmangel, verminderte Nierenfunktion oder Nebenwirkungen von Medikamenten wie z.B. Antidepressiva, können RLS auslösen oder verstärken.

Können bestimmte Lebensmittel RLS verschlimmern?

Betroffene berichten immer wieder, dass bestimmte Lebensmittel (z.B. koffeinhaltige Getränke) ihre RLS-Symptome verschlimmern können. Welche das im Einzelnen sind, müssen Sie für sich selbst austesten und herausfinden. Tatsächlich sind einige Lebensmittel für ihre einschlaffördernde (z.B. Milch, Erdnüsse, Bananen) bzw. einschlafhemmende Wirkung (z.B. Eier, Fisch, Joghurt) bekannt.

Habe ich als RLS-Patient ein erhöhtes Risiko an der Parkinson’schen Krankheit zu erkranken?

Das Restless Legs Syndrom und die Parkinson’schen Krankheit sind zwei eigenständige, voneinander unabhängige Krankheitsbilder, auch wenn beide den Bewegungsapparat betreffen und an beiden Erkrankungen der Botenstoff Dopamin beteiligt ist. Als RLS-Patient haben Sie kein erhöhtes Risiko, an der Parkinson’schen Krankheit zu erkranken.

Werde ich durch RLS arbeitsunfähig?

Mit der richtigen Therapie gelingt es in den meisten Fällen, die Beschwerden so spürbar zu lindern, dass viele Patienten ihren Beruf ohne schwerwiegende Einschränkungen ausüben können. In schweren Fällen kann aber die Erwerbsfähigkeit vermindert sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was muss ich bei Operationen und bei Bettlägerigkeit beachten?

Patienten mit Restless Legs Syndrom sollten vor einer Operation ihren Arzt über ihre Erkrankung in Kenntnis setzen, damit z.B. die Wahl der eingesetzten Narkosemittel der Situation entsprechend angepasst werden kann. Im Fall der Bettlägerigkeit kann der Arzt ggf. auch die Medikation anpassen.

Ist RLS heilbar?

Das primäre RLS ist nicht heilbar, aber oft gelingt es, die Beschwerden durch eine adäquate Therapie zu lindern. Sekundäres RLS ist prinzipiell heilbar, wenn der Auslöser (z.B. Eisenmangel während der Schwangerschaft oder Nebenwirkung eines Medikaments) erkannt und beseitigt wird.

Wie wird mein primäres RLS behandelt?

Es stehen verschiedene Medikamente zur Symptomlinderung beim RLS zur Verfügung, abhängig vom Schweregrad. Bei leichteren Ausprägungen helfen oft bereits alternative Behandlungsmöglichkeiten.

Woran kann ich selbst RLS erkennen?

Unruhige, kribbelnde Beine und ein zwanghafter Bewegungsdrang, der zu Ein- und Durchschlafstörungen führen kann, sind die häufigsten Anzeichen. Typisch für RLS ist, dass die Symptome nachts oder in Ruhe zunehmen und bei Bewegung nachlassen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie unter einem Restless Legs Syndrom leiden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Wo kann man sich über den Stand der RLS-Forschung informieren?

Zum einen informiert die Deutsche Restless Legs Vereinigung auf ihrer Homepage unter der Rubrik „News“ über Neuigkeiten aus Wissenschaft und Forschung. Zum anderen bietet das „National Center for Biotechnology Information“ (USA) auf ihrem Internetportal die Möglichkeit zur Recherche von wissenschaftlichen Artikeln (meist englischsprachige Zusammenfassungen).

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