Formen von RLS

RLS ist nicht gleich RLS – welche Formen des Restless Legs Syndroms gibt es?

Beim Restless Legs Syndrom gibt es zwei Grundformen:

  • das primäre RLS, auch idiopathisches RLS genannt
  • das sekundäre RLS

Habe ich ein primäres RLS?

Wenn Ihr Arzt keine Ursache für Ihr RLS finden kann, handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein primäres (sogenanntes „idiopathisches“) RLS. Bis heute ist nicht vollkommen klar, warum Menschen an dieser Form des RLS erkranken. Das primäre RLS wird unterteilt in

  • genetisch bedingtes RLS (vererbt) und
  • sporadisch auftretendes RLS

Einen Hinweis darauf, ob bei Ihnen ein genetisch bedingtes RLS vorliegt, können Ihre Eltern oder Großeltern geben. Haben diese bereits über die typischen Symptome geklagt, dann liegt es nahe, dass auch Sie an der vererbten Form leiden. Sie tritt bei über 50 Prozent der Betroffenen mit primärem RLS auf und verläuft chronisch, das heißt länger andauernd. Häufig treten die Symptome bereits vor dem 30. Lebensjahr auf, verstärken sich im weiteren Krankheitsverlauf und werden zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr behandlungsbedürftig.

Liegt bei Ihnen dagegen die sporadisch auftretende Form von RLS vor, leiden Sie vergleichsweise seltener und weniger stark unter dem Kribbeln in den Beinen als Menschen mit der genetisch bedingten Form. Im Gegensatz zu der genetischen Variante tritt das sporadische Restless Legs Syndrom erst später im Leben auf.

Primäres RLS ist zwar bis heute nicht heilbar, kann aber symptomatisch behandelt werden, so dass viele RLS-Patienten beschwerdefreie Zeiten erleben. Bei der Behandlung geht es vor allem darum, die Beschwerden soweit zu lindern, dass Sie wieder besser schlafen und in Folge dessen ausgeruht in den Tag starten können. Entsprechend behandelt kann auch den Folgen eines RLS vorgebeugt werden.

Habe ich ein sekundäres RLS?

Anders als beim primären RLS ist beim sekundären RLS eine andere Erkrankung oder eine Arzneimittelnebenwirkung der Auslöser für Ihre unruhigen Beine. So können zum Beispiel Eisenmangel, eine verminderte Nierenfunktion oder eine Erkrankung des Nervensystems die Ursache für Ihre Beschwerden sein.

Eisenmangel ist auch der Grund dafür, dass ein sekundäres RLS verstärkt bei schwangeren Frauen auftritt (aber meist direkt nach der Schwangerschaft wieder verschwindet). Auch bestimmte Medikamente können die Erkrankung auslösen oder verstärken, z.B.

  • Antidepressiva
  • Neuroleptika (Einsatz in der Psychiatrie)
  • Antikonvulsiva (z.B. bei Epilepsie)
  • Antihistaminika (z.B. zur Behandlung allergischer Reaktionen)
  • Hormone
  • Nahrungszusätze

Die Therapie des sekundären RLS richtet sich entsprechend nach den Grunderkrankungen und Begleitumständen. Wird der zugrundeliegende Auslöser behandelt, z.B. durch Eisengabe bei Eisenmangel, oder das entsprechende Medikament abgesetzt, verschwinden die Beschwerden im Normalfall wieder.

Gibt es ähnliche Krankheiten?

RLS kann mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Welche haben ähnliche Symptome?

Mehr

Wie wird RLS behandelt?

Welche Behandlung bei Ihnen angewendet wird, hängt vor allem vom Schweregrad Ihrer Erkrankung ab.

Mehr