Presse

19.08.2015

Aktuelle Umfrage

Schlafstörungen schränken Patienten mit Restless Legs Syndrom in ihrer Lebensqualität ein

Kribbeln und Bewegungsdrang in den Beinen, sobald man sich entspannen oder schlafen möchte – das sind typische Symptome des Restless Legs Syndroms (RLS). An einen entspannten Abend oder eine erholsame Nachtruhe ist kaum zu denken und dies hat starke Auswirkungen auf den Alltag. Bei einer Umfrage Ende 20141 unter Mitgliedern der Deutschen Restless Legs Vereinigung (RLS e.V.), gaben 50 Prozent der Befragten an, maximal fünf Stunden pro Nacht zu schlafen. Der Schlafmangel führe zu Müdigkeit und verminderter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit am Tag. Zusätzlich wurden Symptome wie Missempfindungen in den Beinen und der nicht-unterdrückbare Bewegungsdrang als belastend angegeben.1

Das Restless Legs Syndrom (RLS) zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen.2 Es gibt derzeit keine ursächliche Behandlungsmöglichkeit für das primäre RLS, doch die Symptome können durch die richtige Therapie deutlich gemindert werden, sodass Betroffene wieder zur Ruhe kommen und durchschlafen können. In der Umfrage1 gaben 80 Prozent der Befragten an, mit ihrer medikamentösen Behandlung zufrieden oder sogar sehr zufrieden zu sein (15 Prozent nicht zufrieden, 5 Prozent keine RLS-Medikation). Jedoch berichten gleichzeitig viele Umfrageteilnehmer von massiven Einschränkungen durch ihre RLS-Symptome. Und das, obwohl über die Hälfte der Befragten seit mehr als zehn Jahren eine medikamentöse Behandlung erhalten.

Zufriedenheit im Alltag ist wichtig
Hauptsächlich in Ruhesituationen empfinden viele RLS-Patienten einen Bewegungsdrang und Missempfindungen in den Beinen. Ein Theaterbesuch oder ein gemütlicher Abend mit Freunden gestalten sich oftmals schwer für die Betroffenen. Ein weiteres Umfrage-Ergebnis zeigt, dass Patienten weniger belastbar sind oder Schwierigkeiten in persönlichen Beziehungen1 auftreten. Dies kann das Familienleben, den sozialen Kontakt zu Bekannten und auch das Berufsleben beeinträchtigen.

Reicht die Therapie noch aus?
Damit die Beine zur Ruhe kommen, werden Medikamente wie L-Dopa oder Dopaminagonisten eingesetzt. Es kann jedoch sein, dass diese sogenannten dopaminergen Therapien nicht vertragen werden, irgendwann in ihrer Wirkung nicht mehr ausreichen oder sogar eine Verstärkung der Symptome trotz Therapie, eine sogenannte Augmentation, mit sich bringen.2 In diesen Fällen kann RLS mit retardierten Opioiden behandelt werden. Oftmals werden durch die Anpassung der bisherigen Therapie oder durch den Wechsel auf ein anderes Medikament auch die Schlafstörungen verbessert. Wichtig ist deshalb, dass die medikamentöse Therapie regelmäßig überprüft wird. Der Arzt kann zusammen mit dem Patienten herausfinden, ob eine Anpassung der Therapie erforderlich ist.

Tipps bei unruhigen Beinen
Ergänzend zu einer medikamentösen Therapie können RLS-Patienten aktiv zu einer Verbesserung ihrer Symptome und damit zu einer gesteigerten Lebensqualität beitragen. Fußbäder und Massagen vor dem Schlafengehen haben sich bei vielen Patienten bewährt. Entspannungsübungen sowie regelmäßige moderate Bewegung können gut in den Alltag integriert werden. Auf Koffein, Alkohol und Tabak sollte verzichtet werden, insbesondere in den Abendstunden. Die Beachtung der Schlafhygiene, also alle Verhaltensweisen, die den Schlaf positiv beeinflussen, spielt ebenso eine wichtige Rolle. Ob mit positiven Gedanken den Tag ausklingen lassen, ein Einschlafritual einführen oder auf ein optimales Raumklima (15-16 Grad) achten: Jeder Patient sollte dabei selbst herausfinden, was ihm am besten hilft.3 Weitere Tipps für eine erholsame Nachtruhe sowie viele Informationen rund um das Thema RLS erhalten Betroffene, deren Angehörige und Interessierte auf www.beine-finden-ruhe.de.

Quellen:
1. Umfrage unter Mitgliedern RLS e.V. 2014, Data on file
2. Trenkwalder C. Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG; 2012
3. www.beine-finden-ruhe.de
4. Allen RP, et al. Arch Intern Med 2005; 165:1286-1292

 

Über das Restless Legs Syndrom
Das RLS ist gekennzeichnet durch einen imperativen Bewegungsdrang und sensible Störungen, Zuckungen, Muskelkrämpfe und andere Missempfindungen in den Beinen. Der Bewegungsdrang, der sich in Ruhe- und Entspannungssituationen verstärkt und eine zirkadiane Rhythmik zeigt – mit Symptommaximum abends und in der Nacht – kann bei mittelschwer und schwer ausgeprägten Symptomen zu Ein- und Durchschlafstörungen und letztlich zu einem chronischen Schlafdefizit führen. Die Folgen reichen von Tagesmüdigkeit und körperlichen wie seelischen Erschöpfungszuständen bis hin zu einem erheblichen Verlust an Lebensqualität. Bei rund 3-10 Prozent aller Menschen in Europa können die Symptome eines Restless Legs Syndroms in unterschiedlichen Schweregraden beobachtet werden.2 Schätzungsweise 2-3 Prozent der Bevölkerung sind behandlungsbedürftig.4 RLS ist damit eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen.

Über Mundipharma
Mundipharma ist eines der führenden mittelständischen Pharmaunternehmen in Deutschland. Dabei versteht sich das forschende Unternehmen nicht nur als Arzneimittelhersteller, sondern als moderner Dienstleister, der hochwirksame Arzneimittel mit größtmöglicher Verträglichkeit entwickelt und somit die Therapie für Arzt und Patient wesentlich erleichtert und verbessert. Mundipharma hat sich sehr erfolgreich auf die Schmerztherapie spezialisiert. Das Unternehmen verfügt in den Bereichen Onkologie, Rheumatologie und Atemwegserkrankungen über weitere Kompetenzfelder und etabliert sich im Bereich der Immunologie als zuverlässiger Partner.

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