Partnerschaft & Familie

RLS – eine Belastung für meine Partnerschaft und Familie?

Auch Ihr Partner, Ihre Familie und Ihr engstes persönliches Umfeld werden tagtäglich mit Ihrer Krankheit konfrontiert. Sie erleben Ihre Beschwerden hautnah, sie sehen, wie Sie leiden und leiden mit Ihnen.

Hinzu kommt, dass Ihre Beschwerden auch Ihren gemeinsamen Alltag belasten können, sei es den gemütlichen Fernsehabend, einen Theaterbesuch oder eine längere Autofahrt in den Kurzurlaub. Möglicherweise leidet auch die Nachtruhe Ihres Partners unter Ihren eigenen Ein- und Durchschlafproblemen – mit allen Konsequenzen wie Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen oder Gereiztheit.

Kurzum: „Ihr“ RLS ist auch Teil Ihrer Partnerschaft und Ihres Familienlebens. Umso wichtiger ist es, dass Sie einen gemeinsamen Weg finden, mit der Erkrankung umzugehen und zu akzeptieren, dass sie zu Ihrem gemeinsamen Leben dazu gehört. Das ist sicher nicht immer leicht und stellt durchaus in manchen Situationen ein Konfliktpotenzial dar.

Gemeinsam sind wir stark – trotz RLS!

Mit folgenden Tipps möchten wir Sie, Ihren Partner und Ihre Familie dabei unterstützen, dass Ihre Erkrankung keine Bewährungsprobe für Ihre persönlichen Beziehungen wird:

  • Reden Sie miteinander: Sprechen Sie offen über Ihre Gefühle und Wünsche. Sagen Sie einander, was Sie stört und was Sie belastet. Sie können nicht in einen anderen Menschen hineinschauen und er auch nicht in Sie! Durch ein offenes Gespräch stauen sich keine negativen Gefühle auf und der andere kann besser auf Ihre Bedürfnisse eingehen.
  • Tolerieren Sie negative Emotionen: Akzeptieren Sie, dass Ihr Partner, Ihre Kinder oder eine andere Ihnen nahe stehende Person auch mal verärgert oder enttäuscht ist und es gerade schwer fällt, Verständnis für Sie und Ihre Erkrankung aufzubringen. Das ist völlig normal, schließlich sind dies auch nur Menschen mit eigenen Bedürfnissen und Wünschen. Versuchen Sie, möglichen negativen Gefühlen nicht mit Ärger oder Wut zu begegnen oder sich gar zurückzuziehen.
  • Schenken Sie sich in Ihrer Partnerschaft Freiräume: Machen Sie Ihrem Partner kein schlechtes Gewissen, wenn er auch mal etwas „Eigenes“ unternehmen oder erleben möchte, z.B. Sport machen oder mit Freunden ins Kino gehen. Solche kleinen Freiräume können manchmal Wunder bewirken und helfen Ihrem Partner, wieder besser auf Ihre Bedürfnisse eingehen zu können.
  • Binden Sie Ihren Partner und Ihre Familie mit ein: Lassen Sie doch ruhig auch mal Ihren Partner Ihre Beine massieren! Oder machen Sie gemeinsam eine Runde Frühsport, bevor es zur Arbeit geht! Auch zu einem abendlichen Spaziergang begleitet Ihre Familie Sie sicher gerne. Das schafft ein positives Gemeinschaftsgefühl und lindert zudem Ihre Beschwerden!
  • Besuchen Sie gemeinsam eine Selbsthilfegruppe: Treffen Sie sich mit anderen Paaren und/oder Familien und tauschen Sie sich über Erfahrungen und Tipps aus. Der RLS e.V. veranstaltet regelmäßig regionale Treffen auch in Ihrer Nähe. Mehr unter www.restless-legs.org.
  • Professionelle Hilfe – kein Tabu: Wenn Sie das Gefühl haben, mit Ihren Problemen allein nicht mehr weiterzukommen, scheuen Sie sich nicht, einen Experten zu Rate zu ziehen. Zum Beispiel können Paar- und Lebensberatungsstellen eine erste Anlaufstelle sein. Diese Angebote sind in der Regel kostenlos und werden von Trägern wie Kommunen, Kirchen oder Sozialverbänden angeboten. Oder Sie sprechen ganz einfach mit Ihrem behandelnden Arzt darüber. Er kann Ihnen sicherlich weiterhelfen oder die richtige Empfehlung geben.
Typische Symptome beim RLS

Kribbeln in den Beinen und ein zwanghafter Bewegungsdrang sind nur zwei der häufigsten Symptome des RLS.

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Alternative Behandlungsmethoden

Nicht immer kommen (nur) Medikamente in Frage. Was Ihnen sonst noch helfen kann!

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