RLS im Alltag

Tipps für Ihren Alltag mit unruhigen Beinen

Im Umgang mit dem Restless Legs Syndrom kann es für Betroffene hilfreich sein, sich mit der Erkrankung aktiv auseinanderzusetzen.

Bewährt haben sich dabei diese Tipps - probieren Sie doch gleich einen aus:

  • Seien Sie offen: Sprechen Sie über Ihre Erkrankung - mit Ihrer Familie, Ihrem Partner/Ihrer Partnerin, Ihren Freunden und Arbeitskollegen. Ziehen Sie sich nicht zurück. Der Grund Ihrer Müdigkeit und vielleicht auch Gereiztheit bleibt sonst im Dunkeln und kann bei Ihren Mitmenschen schnell zu Missverständnissen führen. Trauen Sie sich, Ihre Erkrankung offen anzusprechen. Sie werden überrascht sein, wie viel Verständnis Ihnen entgegengebracht wird. Auch wenn Sie vielleicht nicht bei jedem und nicht sofort auf Verständnis stoßen, erhalten Sie aber durch Ihre Offenheit auch Hilfe von Menschen, von denen Sie es nicht erwartet hätten.
  • Akzeptieren Sie die Erkrankung: Versuchen Sie nicht, mit aller (Geistes-)Kraft die Unruhe in den Beinen zu unterdrücken oder das Einschlafen herbeiführen zu wollen – das verstärkt Ihre Symptome nur noch.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt offen über Ihre Wünsche und Befürchtungen: Wenn Sie beispielsweise den Eindruck haben, dass ein Medikament nicht die gewünschte Wirkung zeigt oder starke Nebenwirkungen verursacht, dann scheuen Sie sich nicht, darüber mit Ihrem Arzt zu reden. Nur so kann der Arzt die für Sie verträglichste und wirksamste Therapie finden.
  • Gehen Sie in eine Selbsthilfegruppe: Treffen Sie Menschen mit ähnlichen Erfahrungen. Es kann Ihnen helfen, zu wissen, dass Sie nicht allein mit ihren Problemen sind. Bestimmt haben andere Betroffene auch wertvolle Tipps für Sie.

Verzichten Sie auf Koffein, Alkohol und Tabak

  • Koffein verstärkt bei vielen RLS-Patienten spürbar die Beschwerden. Probieren Sie durch einen mehrwöchigen Verzicht auf Koffein aus, ob Ihre Symptome zurückgehen. Wussten Sie, dass neben koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, schwarzer Tee und Cola auch Kakao und somit auch Schokolade Koffein enthält?
  • Auch durch Alkohol und Tabak können sich Ihre RLS-Symptome verschlechtern. Es lohnt sich also auszuprobieren, ob sich Ihre Beschwerden verringern, wenn Sie auf beides verzichten.

Manchmal können bereits kleine Änderungen des Tagesablaufs und der Lebensgewohnheiten die Beschwerden beim Restless Legs Syndrom lindern. Da die Ausprägung, Häufigkeit und Schwere der RLS-Symptome von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sind, sind nicht alle Maßnahmen für Jeden gleichermaßen geeignet. Finden Sie für sich selbst heraus, welche Aktivitäten Ihnen persönlich am meisten helfen.

Beachtung der Schlafhygiene

Zur Schlafhygiene gehören alle Verhaltensweisen, die Ihren Schlaf günstig beeinflussen. Zu diesen kleinen Einschlaf- und Durchschlafhilfen zählen z.B.:

  • Richten Sie Ihr Schlafzimmer entsprechend ein: Der Raum sollte ruhig liegen, nur zum Schlafen, nicht gleichzeitig noch als Büro dienen, gut abzudunkeln sein und – auch wenn es simpel klingt – ein bequemes Bett haben.
  • Ihr Bett ist ausschließlich zum Schlafen da: Verlegen Sie Fernsehen oder Lesen auf das gemütliche Sofa im Wohnzimmer.
  • Achten Sie auf ein gutes Raumklima: Ihr Schlafzimmer sollte ausreichend belüftet sein und eine Temperatur von etwa 15-16°C haben. Außerdem sollte die Luft nicht zu trocken sein, denn trockene Nasenschleimhäute erschweren Ihnen das Atmen.
  • Einschlaftechniken für eine erholsame Nacht:

    • Lassen Sie den Tag vor dem Einschlafen langsam ausklingen, versuchen Sie, sich bewusst zu entspannen, indem Sie an ein bestimmtes Ruhebild denken wie z.B. einen Sonnenuntergang am Meer
    • Gehen Sie nicht mit dem Gedanken ins Bett, nicht einschlafen zu können, sondern versuchen Sie, positiv zu denken
    • Entwickeln Sie Einschlafrituale, z.B. das Trinken eines beruhigenden Kräutertees vor dem Zubettgehen
    • Gehen Sie möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie morgens zur gleichen Zeit auf
    • Gehen Sie weder hungrig noch übersättigt ins Bett
    • Greifen Sie abends eher zu einschlaffördernden Lebensmitteln wie z.B. Milch, Erdnüsse, Fleisch, Ananas, Datteln, Feigen oder Bananen
    • Meiden Sie abends einschlafhemmende Lebensmittel wie z.B. Eier, Fisch, Magermilch, Joghurt, Erbsen und grüne Bohnen

  • Führen Sie ein Schlaftagebuch. Es wird Ihnen helfen, zu erkennen, welche Routinen Ihren Schlaf positiv oder negativ beeinflussen und welche Medikamente bei Ihnen wirksam sind. Das sind gleichzeitig auch wichtige Information für Ihren Arzt.
Wie wird RLS behandelt?

Welche Behandlung bei Ihnen angewendet wird, hängt vor allem vom Schweregrad Ihrer Erkrankung ab.

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