Absicherung der RLS-Diagnose

Absicherung der Diagnose mit dem RLS-DI

Der Restless-Legs-Diagnose-Index (RLS-DI) kann Ihrem Arzt helfen, die Diagnose „RLS“ abzusichern. Ein Punktesystem gibt Aufschluss darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass bei Ihnen ein RLS vorliegt. Dazu werden verschiedene Befragungen und Tests durchgeführt:

  • Befragung zu Diagnosekriterien, Schlafstörungen und zur familiären Vorbelastung
  • Ansprechen auf eine dopaminerge Therapie, z.B. L-Dopa-Test (Levodopa-Test): Hierbei handelt es sich um einen einfachen Test mit einem gängigen RLS-Medikament, der bei mehr als 90 Prozent der bisher unbehandelten Patienten funktioniert. Nimmt der Patient zum Zeitpunkt der Beschwerden 100 mg des Wirkstoffs Levodopa ein und führt dies nach ein bis zwei Stunden zu einer Beschwerdelinderung oder -freiheit, bestätigt das die Diagnose des RLS. Patienten mit einer Polyneuropathie (Erkrankung des Nervensystems, bei dem Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark betroffen sind; z.B. bei Diabetes mellitus) sprechen beispielsweise nicht auf das Medikament an.
  • Mit einer Untersuchung im Schlaflabor (Polysomnografie) wird überprüft, ob und wie oft periodische Beinbewegungen im Schlaf (Periodic Limb Movements, PLMS) auftreten, wie ausgeprägt die Schlafstörung ist und ob andere Ursachen für die Schlafunterbrechungen verantwortlich sind. Die Untersuchung erfolgt nachts in einem speziellen Untersuchungsraum, wobei sich sowohl die Messinstrumente als auch das medizinische Überwachungspersonal in einem Nachbarzimmer befinden. Im Schlaflabor werden verschiedene Parameter gemessen:

    • Hirnstromkurvenbild (EEG - Elektroenzephalogramm)
    • Augenbewegungen (EOG - Elektrookulogramm)
    • Muskelaktivität (EMG - Elektromyogramm)

  • Neurologische Untersuchung zum Ausschluss anderer Erkrankungen, vor allem einer Polyneuropathie
  • Aktigrafie – eine Messung von Aktivitäts- und Ruhezyklen mit einem Messgerät, das wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen wird. Hierbei handelt es sich um eine Alternative zur Untersuchung im Schlaflabor, die weniger aufwendig ist und ambulant durchgeführt werden kann. Allerdings kann damit nicht der Zusammenhang zwischen den Beinbewegungen und den verschiedenen Schlafstadien erfasst werden.

Nach Diagnosestellung

Um den Schweregrad des RLS bestimmen zu können, hat u. a. die IRLSSG (International Restless Legs Study Group) eine Schweregradskala (IRLS - RLS Study Group Severity Rating scale) entwickelt. Auf diesem international anerkannten Fragebogen beantworten Sie zehn Fragen zur Häufigkeit und Intensität Ihrer Beschwerden und wie diese Ihre Alltagsaktivitäten und Ihre Schlafqualität beeinträchtigen.

RLS-Selbsttest

Bin ich betroffen? Unser Test kann Ihnen helfen, Ihre Symptome besser einzuordnen.

Mehr

Wie wird RLS behandelt?

Welche Behandlung bei Ihnen angewendet wird, hängt vor allem vom Schweregrad Ihrer Erkrankung ab.

Mehr

Antworten auf Ihre Fragen

Habe ich eventuell RLS? An welchen Arzt wende ich mich? Hier erhalten Sie Antwort auf häufige Fragen.

Mehr